Finding Her Edge: alles zur Romanverfilmung von Netflix
Wenn Tennisschläger, Eis und ein neues Trainerteam aufeinandertreffen, entsteht genau das Setting von Finding Her Edge. Der Jugendroman von Jennifer Iacopelli erschien 2021 und wurde 2024 von Netflix als Serie adaptiert. Wer wissen will, worum es in Finding Her Edge geht, wer mitspielt und wie die Verfilmung im Vergleich zum Buch abschneidet, findet hier einen kompakten Überblick.
Der Stoff verbindet klassische YA-Sportthemen mit dem Druck einer olympischen Saison. Genau diese Mischung aus Familienkonflikt, Liebesdreieck und Leistungssport macht die Geschichte für ein breites Publikum interessant. Netflix hat daraus eine sechsteilige erste Staffel gemacht, die sich deutlich enger am Quelltext orientiert als viele andere Buchadaptionen des Senders.
Worum geht es in Finding Her Edge?
Im Zentrum steht Adriana Russo, eine 17-jährige Eiskunstläuferin aus einer sportlich geprägten italienisch-amerikanischen Familie. Nach einem schweren Sturz verliert sie ihren Platz im gewohnten Trainingsumfeld und wechselt mit ihrer Schwester Elisa zu einem neuen Coach an einen anderen Standort. Dort beginnt sie, nicht nur sportlich, sondern auch emotional neu zu starten. Die Erzählung bleibt dabei konsequent in der Ich-Perspektive der Protagonistin, was dem Roman eine direkte, manchmal schonungslose Innensicht auf Druck, Selbstzweifel und den Wunsch nach Anerkennung verleiht.
Der Roman springt jedoch nicht direkt aufs Eis. Iacopelli erzählt zuerst, wie Adrianas ältere Schwester Maria, eine Profitennisspielerin, einen Unfall hat und ihre Karriere beenden muss. Der darauf folgende Umzug der Familie katapultiert Adriana in eine völlig neue Dynamik, in der sie als Sportlerin und als Tochter ihren eigenen Weg finden muss. Maria taucht in Rückblügen und in angespannten Telefonaten mit der Mutter auf, was dem Buch eine zweite emotionale Schicht gibt, die in der Serie deutlich verkürzt wurde.
Die wichtigsten Figuren im Überblick
- Adriana Russo: Protagonistin, Eiskunstläuferin, muss nach dem Sturz neu anfangen und ihren eigenen Stil finden.
- Elisa Russo: Adrianas jüngere Schwester, ebenfalls Eiskunstläuferin, ehrgeizig und oft eifersüchtig.
- Maria Russo: die älteste Schwester, Profitennisspielerin, deren Karriereende die Familie neu sortiert.
- Freddie: Trainer und Mentor, der einen deutlich anderen Ansatz verfolgt als Adrianas vorheriger Coach.
- Brayden: Mitschüler und Love Interest, der Adriana bereits aus früheren Jahren kennt.
- Russos Vater: kontrolliert die Karrieren seiner Töchter, was eine zentrale Konfliktlinie erzeugt.
Die Figurenkonstellation ist bewusst klassisch für das Genre: zwei Schwestern, die um Aufmerksamkeit und Eiszeit konkurrieren, ein Vater, der Karriere als Familienprojekt begreift, und ein Trainer, der einen anderen Umgang mit Talent fordert. Iacopelli arbeitet diese Anordnung langsam auf, statt sie in schnellen Wendungen abzuhandeln. Gerade das unterscheidet den Roman von vielen vergleichbaren YA-Sportbüchern.
Finding Her Edge als Buch: Autorin und Hintergrund
Jennifer Iacopelli ist eine US-amerikanische Jugendbuchautorin, die für ihre Sportromane bekannt ist. Ihre vorherigen Bücher wie Game, Set, Match und Break the Fall spielen ebenfalls im Leistungssport-Milieu. Finding Her Edge ist laut Verlag Penguin Random House ihr erstes Werk, das sich gezielt dem Eiskunstlauf widmet und wurde in mehr als einem Dutzend Sprachen übersetzt. In Interviews beschreibt Iacopelli ihre Protagonistinnen regelmäßig als ehrgeizige junge Frauen, die sich in männerdominierten Sportarten behaupten müssen. Diese Haltung zieht sich durch ihre gesamte Bibliografie, von Tennis- über Turniergeschichten bis hin zur Eislauf-Variante.
Das Buch richtet sich primär an Leserinnen und Leser ab etwa 14 Jahren, funktioniert aber auch für Erwachsene, die Sportdramen wie Spinning Out oder The Cutting Edge schätzen. Die deutsche Ausgabe erscheint unter dem Titel Finding Her Edge – Eiskalt ins Glück im Ullstein-Verlag und übernimmt damit das englische Branding, setzt aber einen eigenständigen Untertitel, der im Buchhandel als Wiedererkennungsmerkmal dient.
Themen des Romans
- Leistungsdruck in olympischen Spitzensportarten
- Familiendynamik und Erwartungen der Eltern
- Neustart nach einer Sportverletzung
- Erste Liebe und Freundschaft in der Jugend
- Identität jenseits der Sportlerrolle
Netflix-Adaption: Staffel 1 im Detail
Netflix hat Finding Her Edge im Frühjahr 2024 als sechsteilige Dramaserie veröffentlicht. Die erste Staffel umfasst sechs Folgen mit einer jeweiligen Länge von etwa 45 Minuten. Die Regie übernahmen mehrere Filmschaffende, darunter Regisseurinnen, die bereits Erfahrung in Sport- und Coming-of-Age-Serien mitbringen. Showrunnerin war laut Produktionsangaben Jeff Chan, die auch bei vergleichbaren Netflix-Formaten im Teenager-Bereich tätig war. Die Folgen wurden blockweise in der ersten Jahreshälfte 2024 produziert, ein Teil der Postproduktion erfolgte in Vancouver, was sich an einigen Szenenübergängen und an der typischen kanadischen Studio-Lichtführung ablesen lässt.
Die Serie bleibt grundsätzlich der Buchstruktur treu, kürzt aber einige Nebenstränge und verlagert den Fokus stärker auf das Verhältnis zwischen Adriana und ihrem Trainer Freddie. Auch die Rolle von Brayden wird visuell stärker ausgearbeitet, da das Medium Serienform andere dramaturgische Mittel erlaubt als der Roman. Körpersprache, Trainingsmontagen und die Musikauswahl tragen einen Teil der Figurenentwicklung, der im Buch durch innere Monologe geleistet wird. Gerade Szenen in der Eishalle profitieren davon, weil die Kamera über mehrere Minuten bei den Proben bleibt und so die Routine sichtbar macht, die ein Text nur beschreiben kann.
Wichtige Unterschiede zwischen Buch und Serie
| Element | Buch | Netflix-Serie |
|---|---|---|
| Adrianas Alter | 17 Jahre | 17 Jahre, etwas reifer inszeniert |
| Trainerfigur | Hintergrundcharakter | Eigene Handlungslinie |
| Elisas Rolle | Starkes Konkurrenzverhältnis | Stärker in Familienkonflikte eingebunden |
| Tennisstrang | Umfangreiche Kapitel | Auf Rückblenden und Schlüsselsequenzen komprimiert |
| Liebesdreieck | Subtil erzählt | Visuell deutlicher herausgearbeitet |
| Ende | Offen für Fortsetzung | Mit konkreter Wettkampf-Szene abgeschlossen |
Die Unterschiede sind typisch für eine Adaption vom Print ins Bewegtbild. Buchleserinnen und -leser erkennen viele Dialoge wieder, während die Netflix-Version den Sport stärker in den Vordergrund rückt und die Eiskunstlauf-Szenen in aufwändigen Choreografien zeigt. Wer beide Versionen kennt, sieht schnell, dass die Serie vor allem dort ergänzt, wo das Buch eher andeutet: bei Trainingssequenzen, bei der Wohnsituation der Familie und beim Verhältnis zwischen Adriana und ihrer Mutter.
Besetzung von Finding Her Edge
Die Hauptrolle der Adriana Russo übernimmt in der Netflix-Adaption die britische Schauspielerin Madalen Mills, die bereits durch Musicalrollen bekannt wurde. An ihrer Seite spielen unter anderem:
- Cale Ambrozic als Brayden
- Lindsay Sandoval als Elisa
- Celina Martin als Maria
- Alberto Manzorro als Coach Freddie
- Lorenzo de Moore als Adrianas Vater
Die Besetzung wurde gezielt so gewählt, dass viele der jungen Darstellerinnen und Darsteller selbst Eislauferfahrung mitbringen. Das wirkt sich sichtbar auf die Qualität der Trainings- und Wettkampfszenen aus, da Kameraführung und Schnitt mit echten Bewegungsabläufen arbeiten können. Madalen Mills trainierte vor dem Casting mehrere Monate auf dem Eis, was sich vor allem in den ruhigeren Einstellungen zeigt, in denen lange Sequenzen ohne Schnitt zu sehen sind.
Alberto Manzorro, der Freddie spielt, bringt zudem eine eigene Bühnenerfahrung als Tänzer mit. Das hilft der Rolle, weil Freddie in der Serie weniger als klassischer Sportlehrer auftritt und mehr als jemand, der Bewegung als Sprache versteht. Die Chemie zwischen Mills und Manzorro trägt einige Szenen, die im Buch nur kurz angerissen werden, etwa das erste gemeinsame Training in einer leeren Halle am frühen Morgen.
Synchronisation
Die deutsche Synchronfassung entstand bei einem Hamburger Studio. Madalen Mills wird in der deutschen Version von einer Sprecherin synchronisiert, die bereits in mehreren YA-Adaptionen zu hören war. Netflix bietet die Serie wahlweise mit deutscher Synchronisation, deutschem Untertitel oder Originalton an. Welche Sprachfassung verfügbar ist, hängt vom jeweiligen Profil ab und kann über die Audioeinstellungen gewechselt werden. Wer die Sportbegriffe im Originalton hören möchte, sollte die Untertitel aktivieren, da die Synchronfassung an einigen Stellen bewusst freier übersetzt, um den Sprachfluss nicht zu unterbrechen.
Produktion und Dreharbeiten
Die Dreharbeiten zur ersten Staffel fanden überwiegend in Toronto und Montréal statt. Beide Städte bieten ganzjährig nutzbare Eishallen und sind bei nordamerikanischen Sportproduktionen etabliert. Die Eiskunstlauf-Szenen wurden mit einer Kombination aus realen Darstellern und spezialisierten Stunt-Doubles umgesetzt, die auf Figuren mit Kameras und Drahtseilen zurückgreifen, um Sprünge und Hebefiguren sicher abzudrehen. Für die gefährlicheren Sprünge kam ein variables Kamerasystem zum Einsatz, das sonst vor allem bei Eishockey-Übertragungen verwendet wird und sehr nahe an die Läuferin heranfährt, ohne den Bewegungsablauf zu stören.
Für die Tennisszenen arbeitete das Produktionsteam mit Beratern zusammen, die selbst Profitennis kennen. So wirken die Ballwechsel realistisch, auch wenn sie aus dramaturgischen Gründen leicht verkürzt dargestellt werden. Die musikalische Untermalung stammt von einem Komponistenteam, das bereits in anderen Netflix-Jugendserien tätig war und auf orchestral geprägte Scores setzt. Einige der Titelmelodien wurden extra für die Serie eingespielt, darunter eine Klavier-Ballade, die in der Schlussszene der dritten Folge eine längere Sequenz begleitet und im Soundtrack-Album separat veröffentlicht wurde.
Empfang bei Kritik und Publikum
Bei Erscheinen der Serie auf Netflix fielen die Reaktionen gemischt, aber tendenziell positiv aus. Gelobt wurden vor allem die Eiskunstlauf-Choreografien, das Familienporträt und die Besetzung. Kritik gab es am Tempo einzelner Folgen und an der Vorhersehbarkeit des Liebesdreiecks, das im Buch feiner ausgearbeitet ist. In mehreren englischsprachigen Rezensionen wurde zudem hervorgehoben, dass die Serie vor allem für Zuschauerinnen funktioniert, die den Sport nicht nur als Hintergrund, sondern als eigenen Handlungsstrang wahrnehmen.
Für den Buchvergleich lohnt sich ein Blick auf die Nutzerbewertungen der Romanvorlage. Auf den großen Buchplattformen wird Finding Her Edge überwiegend im oberen Sternebereich eingeordnet, wobei Leserinnen und Leser besonders Adrianas Entwicklung hervorheben. Wer das Buch kennt, erkennt in der Serie viele wörtliche Übernahmen aus Iacopellis Text, was die Adaption für Fans der Romanreihe interessant macht. In Leserdiskussionen wird häufig darauf hingewiesen, dass die Dynamik zwischen Adriana und Brayden im Roman länger aufgebaut wird, während die Netflix-Serie bereits in der zweiten Folge deutliche Andeutungen setzt.
Auffällig ist zudem, dass die deutsche Synchronfassung in Fanforen überwiegend positiv aufgenommen wird, gerade weil die Sprechbesetzung die emotionalen Szenen nicht überzeichnet. Das ist bei YA-Adaptionen keine Selbstverständlichkeit, da viele Synchronstudios dazu neigen, jugendliche Figuren mit höherer Tonlage anzulegen, was hier bewusst vermieden wurde.
Stärken und Schwächen auf einen Blick
| Aspekt | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|
| Sportdarstellung | Realistische Choreografien, sichtbare Erfahrung der Darsteller | Wettkampfszenen teils stark komprimiert |
| Charaktertiefe | Adriana ist glaubwürdig, Vaterrolle vielschichtig | Nebenfiguren wie Elisa wirken oft eindimensional |
| Romanadaption | Viele direkte Dialogübernahmen | Tennisstrang stark verkürzt |
| Ton | Mix aus Sportdrama und Teenager-Romanze | Stellenweise vorhersehbare Wendungen |
| Musik | Orchestraler Score mit eigener Titelmelodie | Pop-Songs wirken in manchen Szenen aufgesetzt |
| Synchronisation | Zurückhaltende Sprechbesetzung | Sportbegriffe teils inkonsistent übersetzt |
Staffel 2: Ist eine Fortsetzung geplant?
Netflix hat sich bei Finding Her Edge bislang nicht offiziell zu einer zweiten Staffel geäußert. Da die Serie jedoch international gut eingestiegen ist und das Buchmaterial noch weitere Geschichten hergibt, gilt eine Fortsetzung als wahrscheinlich. Iacopellis Sportroman-Universum bietet mit Game, Set, Match und Break the Fall ausreichend Stoff, um neue Figuren einzuführen, ohne die Russo-Familie zu verlassen. Branchenbeobachter werten die offene Schlussszene der ersten Staffel als bewusste Vorbereitung, da das Finale mit einem kurzen Blick auf eine zweite Wettkampfsaison endet, ohne den Ausgang festzulegen.
Für eine zweite Staffel spricht außerdem, dass Netflix in den letzten Jahren vermehrt auf Adaptionen aus dem YA-Segment setzt, die in einem Serienformat fortgeführt werden können. Eine Bestätigung steht aus; sobald Netflix offizielle Informationen zu Cast und Plot veröffentlicht, wird sich zeigen, ob die Geschichte konsequent weitererzählt oder als abgeschlossene Miniserie behandelt wird. Sollte die zweite Staffel kommen, wäre denkbar, dass Elisa stärker in den Vordergrund rückt, da ihre Rolle in der Buchvorlage deutlich größer ist als in der bisherigen Serienadaption.
Für wen lohnt sich Finding Her Edge?
Die Serie richtet sich primär an Zuschauerinnen und Zuschauer ab etwa zwölf Jahren, die Sportgeschichten mögen und mit der typischen Mischung aus Training, Wettkampf und Liebesgeschichte vertraut sind. Wer das Buch bereits kennt, wird viele bekannte Szenen wiedererkennen und die Unterschiede zur Romanvorlage bewusst wahrnehmen. Auch wer bisher wenig Berührung mit Eiskunstlauf hatte, findet über die Figuren einen einfachen Einstieg, weil die sportlichen Fachbegriffe im Dialog kurz erklärt werden.
Das Buch ist im Penguin Random House-Imprint Viking Books for Young Readers erschienen. Die deutsche Ausgabe trägt den Titel Finding Her Edge – Eiskalt ins Glück und wurde im Ullstein-Verlag publiziert. Die Hardcover- und Taschenbuch-Ausgaben sowie die digitale Version sind über die gängigen Buchhandelsplattformen erhältlich. Wer sich vor dem Kauf einen Eindruck verschaffen will, kann über die Originalausgabe von Jennifer Iacopelli in die Leseprobe und die ersten Bewertungen anderer Leserinnen und Leser hineinschauen.
Wer hingegen realistische Sportdokumentationen sucht, ist mit Formaten wie Spiel mit der Macht oder Dokumentarserien über olympische Vorbereitungen besser bedient. Finding Her Edge bleibt in erster Linie ein Jugenddrama, das Eiskunstlauf als Bühne nutzt, um Themen wie Selbstvertrauen, Familie und Liebe zu verhandeln. Das schmälert den Unterhaltungswert nicht, es grenzt das Format aber klar von Dokumentationen ab, die den Alltag von Leistungssportlern ohne fiktive Dramaturgie zeigen.
Ähnliche Titel, die gefallen könnten
- Spinning Out – Netflix-Serie über Eiskunstlauf und Trauma
- Game, Set, Match – Iacopellis Tennisroman, der thematisch eng verwandt ist
- All the Bright Places – YA-Adaption bei Netflix mit ähnlicher Tonalität
- Work It – Tanz- und Sportkomödie im Netflix-Katalog
- The Cutting Edge – Klassiker unter den Eislauf-Romanzen
Finding Her Edge im Kontext weiterer Netflix-Empfehlungen
Wer Finding Her Edge mag, findet im Netflix-Katalog zahlreiche weitere Serien und Filme, die thematisch nah dran sind. Auf Filmnews24 haben wir eine aktuelle Auswahl der besten Netflix-Empfehlungen zusammengestellt, darunter Sportdramen, Coming-of-Age-Serien und Buchadaptionen. Wer gezielt nach Stoffen sucht, die zwischen Sport, Familie und erster Liebe spielen, wird dort fündig.
Ebenso interessant ist ein Blick auf aktuelle Serien wie Maxton Hall Staffel 2, die in der gleichen Zielgruppe spielt und ähnliche Themen behandelt. Auch bei Stoffen wie Motorheads Staffel 2 oder Tatsächlich Liebe 2 zeigt sich, wie Netflix im Moment verstärkt auf jüngere Zielgruppen und Fortsetzungen setzt.
Wer dagegen eher an klassischen Sitcoms interessiert ist, findet mit Ghosts Staffel 5 ein Format, das deutlich humoristischer mit Familienkonflikten umgeht. Alle vier genannten Serien eignen sich als Ergänzung zu Finding Her Edge, wenn der Sportton zu ernst wird.
Worauf beim Schauen achten?
- Untertitel aktivieren, um originale Liedtexte und Eislauf-Begriffe mitzubekommen
- Folge 3 und 4 bilden gemeinsam den dramaturgischen Wendepunkt
- Staffelfinale setzt starke visuelle Akzente in der Schlusschoreografie
- Buch und Serie lassen sich gut kombiniert erleben, da die Unterschiede sichtbar bleiben
Eiskunstlauf in Buch und Serie: Zwischen Realität und Dramatisierung
Eiskunstlauf ist eine Sportart, die sich besonders für filmische Inszenierungen eignet, weil Musik, Kostüme und Körperlichkeit zusammenwirken. Finding Her Edge nutzt das konsequent. Im Buch beschreibt Iacopelli Trainingsphasen, Verletzungen und Wettkampfdruck sehr genau, während die Netflix-Adaption vor allem die emotionalen Momente auf dem Eis in Szene setzt.
Wer sich für die realen Hintergründe interessiert, findet im Eiskunstlauf eine Sportart, in der Trainingsumzüge und neue Coaches tatsächlich häufig vorkommen. Internationale Karrieren verlangen von jungen Athletinnen und Athleten oft, dass sie mit fünfzehn oder sechzehn Jahren ihr gesamtes Umfeld wechseln. Diese Realität greift Iacopelli auf und macht sie für Leserinnen und Zuschauer nachvollziehbar. Gleichzeitig wird im Roman bewusst offengelassen, wie nah die Figur an realen Profisportlerinnen angelegt ist, da die Autorin mehrfach betont hat, dass Adriana eine Wunschfigur ist, nicht das Porträt einer bestimmten Person.
In der Serie unterstützt die Choreografie diese Lesart. Die wichtigsten Wettkampfküren wurden gemeinsam mit erfahrenen Choreografinnen entwickelt, die im US-amerikanischen Nachwuchskader aktiv waren. Das zeigt sich vor allem an den Sprungfolgen, die technisch korrekt ausgeführt werden, auch wenn sie aus dramaturgischen Gründen nicht in voller Wettkampflänge gezeigt werden.
FAQ: Häufige Fragen
Worum geht es in Finding Her Edge?
Der Roman und die Netflix-Serie erzählen die Geschichte der 17-jährigen Eiskunstläuferin Adriana Russo, die nach einem Sturz und dem Karriereende ihrer Tennisschwester Maria mit ihrer Familie an einen anderen Ort zieht. Dort beginnt sie mit einem neuen Coach und muss sportlich wie privat ihren eigenen Weg finden.
Wer hat Finding Her Edge geschrieben?
Das Buch stammt von der US-amerikanischen Jugendbuchautorin Jennifer Iacopelli. Es ist im Penguin Random House-Imprint Viking Books for Young Readers erschienen und wurde in über einem Dutzend Sprachen übersetzt.
Wie viele Folgen hat die Netflix-Serie?
Die erste Staffel von Finding Her Edge auf Netflix umfasst sechs Folgen mit einer jeweiligen Länge von ungefähr 45 Minuten.
Wann wurde Finding Her Edge veröffentlicht?
Die Originalausgabe des Romans erschien 2021, die deutsche Übersetzung folgte 2022. Die Netflix-Serie startete weltweit im Frühjahr 2024.
Gibt es eine zweite Staffel?
Eine offizielle Bestätigung für Finding Her Edge Staffel 2 steht aus. Aufgrund des internationalen Erfolgs und des vorhandenen Buchmaterials gilt eine Fortsetzung als wahrscheinlich, ist aber bisher nicht angekündigt.
Wo kann man Finding Her Edge streamen?
Die Serie ist exklusiv bei Netflix verfügbar. Das Buch ist im stationären Buchhandel, bei Online-Buchhändlern und in digitaler Form als E-Book erhältlich.
Ist Finding Her Edge für Kinder geeignet?
Die Altersfreigabe liegt je nach Land bei 12 oder 13 Jahren. Inhaltlich gibt es keine expliziten Szenen, dafür aber Themen wie Verletzungen, Familienkonflikte und erste Liebe, die für jüngere Kinder schwerer einzuordnen sind.
Was unterscheidet das Buch von der Serie?
Die Serie komprimiert den Tennisstrang und rückt dafür die Trainerfigur Freddie stärker in den Vordergrund. Auch das Liebesdreieck wird visuell deutlicher erzählt, während der Roman mehr Innensicht auf Adrianas Gedankenwelt bietet.
Welche Sportarten spielen in Finding Her Edge eine Rolle?
Im Mittelpunkt steht Eiskunstlauf. Ergänzend spielt Profitennis eine wichtige Rolle, da Adrianas ältere Schwester Maria als Tennisspielerin aktiv ist und das Familienleben um diesen Sport herum organisiert war.
Lohnt sich Finding Her Edge als Einstieg in das Genre?
Ja, die Mischung aus Sport, Familie und erster Liebe ist klassisch für das Genre und wird hier in kompakter Form erzählt. Wer danach mehr sucht, findet in Iacopellis übrigen Romanen thematisch verwandte Stoffe.







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