Palido Film Szene mit Kellan Lutz als Max in düsterer Action-Optik

Palido – Revenge Will Find You: Handlung, Besetzung und Verfügbarkeit des Actionfilms

Palido Film Szene mit Kellan Lutz als Max in düsterer Action-Optik

Palido – Revenge Will Find You: Handlung, Besetzung und Verfügbarkeit des Actionfilms

Palido film: Worum es in „Revenge Will Find You” geht

Der Actionthriller „Palido – Revenge Will Find You” erzählt die Geschichte eines Anwalts, dessen Welt innerhalb weniger Tage zusammenbricht. Als sein Bruder, ein FBI-Agent, und seine Frau von kriminellen Machenschaften getötet werden und seine kleine Tochter spurlos verschwindet, bricht der Protagonist aus seinem bisherigen Leben aus. Was folgt, ist ein Rachefeldzug, der ihn tief in die Unterwelt einer amerikanischen Großstadt führt. Der Film setzt dabei weniger auf psychologische Zwischentöne als auf kompromisslose Action, knallharte Konfrontationen und eine schmale, aber klare Motivationsachse.

Mit „Palido” liefert Regisseur Javier Reyna einen typischen Vertreter des modernen Direct-to-Video-Actionkinos. Wer Filme aus dem Umfeld von Steven Seagal oder späten 80er-Jahre-Rachestreifen schätzt, findet hier eine ähnliche Mechanik: ein persönlicher Verlust, ein moralisch kompromissloser Held, eine lange Kette von Schuldigen, die einer nach dem anderen zur Rechenschaft gezogen werden. Der Originaltitel lautet „Due Justice”, in Deutschland wurde der Streifen unter dem eingedeutschten Titel „Palido” vermarktet. Für den hiesigen Markt ist der Titel ein eigenständiges Label, das im internationalen Marketing keine direkte Entsprechung hat und sich an das Heimkino-Publikum richtet, das gezielt nach kompakter B-Movie-Action sucht.

Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick

  • Originaltitel: Due Justice
  • Deutscher Titel: Palido – Revenge Will Find You
  • Produktionsland: USA
  • Produktionsjahr: 2023
  • Regie: Javier Reyna
  • Hauptdarsteller: Kellan Lutz
  • Laufzeit: 94 Minuten
  • Genre: Action, Thriller
  • FSK: ab 18 Jahren
  • Heimkino-Start (DE): 28. März 2024 auf DVD, Blu-ray und digital

Handlung von Palido ohne entscheidende Spoiler

Im Zentrum steht Max, ein Anwalt, der bisher eher mit Akten als mit Waffen zu tun hatte. Als die kriminelle Vereinigung rund um die Figuren Ellis, Santiago und Roxy seine Familie auslöscht und seine Tochter entführt, werden Max’ juristische Fähigkeiten zur Nebensache. Der Film schildert seinen Weg vom kontrollierten Juristen zum rachsüchtigen Kämpfer, der seine Ausbildung als ehemaliger Marine reaktiviert und mit Schlagkraft, Schusswaffen und einem klaren Ziel durch die Halbwelt zieht. Die persönliche Vorgeschichte als Soldat liefert dem Drehbuch eine bequeme Erklärung dafür, warum der Held innerhalb weniger Szenen vom Schreibtisch in den Nahkampf wechseln kann, ohne dass eine lange Trainingssequenz nötig wäre.

Strukturell folgt „Palido” dem klassischen Drei-Akt-Schema des Rache-Thrillers. Der erste Akt etabliert den Verlust und den Auslöser, der zweite Akt führt Max durch eine Reihe von Schauplätzen – zwielichtige Clubs, Lagerhallen, heruntergekommene Wohnungen –, und der dritte Akt konfrontiert ihn mit den Hauptverantwortlichen. Eingestreut sind Rückblenden auf die glückliche Familie, die als emotionaler Anker dienen und das Ausmaß der Gewalt umso greller wirken lassen sollen. Innerhalb dieser Kette wiederholen sich die Konfrontationen nach einem ähnlichen Muster: ein neuer Name taucht auf, eine Adresse wird recherchiert, ein Schauplatz wird gestürmt, und der Gegner fällt. Das Tempo bleibt dadurch konstant hoch, lässt aber wenig Raum für überraschende Wendungen.

Was den Film von anderen Rache-Actionern unterscheidet

  • Kurze Laufzeit von nur 94 Minuten, ohne ausufernde Exposition
  • Spürbarer Low-Budget-Charme bei gleichzeitiger HD-Optik in den Actionszenen
  • Marine-Hintergrund des Helden, der Nahkampfsequenzen mit Bodyscores kombiniert
  • Schurken-Trio, das bewusst stereotyp bleibt und keine moralische Tiefe beansprucht
  • Überschaubare Anzahl an Schauplätzen, was den Film kompakt und ohne große Reisebewegung hält

Besetzung von Palido: Wer spielt mit?

Die tragende Rolle des Max übernimmt Kellan Lutz, der durch seine Auftritte in der „Twilight”-Saga einem breiten Publikum bekannt ist. In den letzten Jahren hat sich Lutz zunehmend im Direct-to-Video-Actionsegment positioniert, wo sein sportlicher Hintergrund und sein physisches Auftreten besonders zur Geltung kommen. In „Palido” spielt er den Bruch zwischen Bürger und Kämpfer betont unterkühlt, was gut zum Ton des Films passt. Seine Bewegungen in den Fights wirken geübt, der Blick bleibt über weite Strecken konzentriert, und der emotionale Ausbruch kommt erst in den Szenen, in denen die Erinnerung an die Familie kurz aufblitzt.

Die zentralen Darsteller und ihre Rollen

  • Kellan Lutz als Max – der Anwalt auf Rachefeld
  • Jeff Fahey als Ellis – ein erfahrener Strippenzieher im Hintergrund
  • Efren Ramirez als Santiago – ein unberechenbarer Handlanger
  • Chelsea Lopez als Roxy – eine Schlüsselfigur im kriminellen Netzwerk
  • Alfred Castillo als Sam – Verbündeter im Untergrund
  • Allen Fitzpatrick als Mike Tillam – ein zwielichtiger Kontaktmann
  • Manu Intiraymi als Jerry – Handlanger mit eigener Agenda
  • Christian Day als Tommy – ein weiterer Beteiligter im Geflecht
  • Cynthia Geary als Dr. Delaney – medizinische Ansprechperson
  • Richard Carmen als Mr. Ofstein – ein zwielichtiger Geschäftsmann
  • Tonantzin Esparza als Det. Vargas – Ermittlerin auf Seiten des Gesetzes

Jeff Fahey, erfahren aus Filmen wie „The Hitcher” oder „Cliffhanger”, verleiht der Figur Ellis ein routiniertes, fast beiläufiges Bedrohungspotenzial. Efren Ramirez, vielen bekannt aus „Napoleon Dynamite”, sorgt für unangenehme Szenen als gewaltbereiter Scherge. Die weiblichen Rollen sind im Skript eher rar gesät, erhalten aber durch Chelsea Lopez als Roxy und Tonantzin Esparza als Det. Vargas zumindest zwei klar gezeichnete Auftritte. Roxy agiert in den Szenen, in denen sie auftaucht, als kalkulierende Gegenspielerin, während Det. Vargas den institutionellen Gegenpol zu Max’ Selbstjustiz verkörpert und für die polizeiliche Sicht auf den Fall steht.

Stab hinter der Kamera

Regie führt Javier Reyna, der zuvor überwiegend im Bereich Kurzfilm und Independent-Action tätig war. Mit „Palido” inszeniert er einen Spielfilm, der sich an einem klaren visuellen Stil orientiert: kühle Farbpalette, häufige Nachtszenen, harte Schnitte in den Kampfsequenzen und ein dokumentarisch anmutender Look bei den Ermittlungsabschnitten. Die Kameraarbeit übernimmt Brandon Ruiz, der die Räume meistens eng hält und so den beengenden, ausweglosen Charakter der Rachejagd betont. Wo andere Genrefilme mit ausladenden Drohnenaufnahmen arbeiten, bleibt „Palido” bewusst nah an den Figuren, was die Action ungeschliffener, aber auch unmittelbarer wirken lässt.

Für den Schnitt zeichnen Federico Krill Granados und Megan Noble verantwortlich, für die Filmmusik Marcus Trumpp. Marcus Trumpp arbeitet seit Jahren im Bereich Trailer- und Filmmusik für internationale Actionproduktionen, was sich im Score von „Palido” niederschlägt: tiefe Bässe, perkussive Drums, sparsame Melodien. Das Production-Design liegt bei Duncan Star-Boszko, die Kostüme stammen von Dawn Sharp, die Max’ Wandlung vom Anwalt zum Kämpfer auch über die Kleidung sichtbar macht. In den ersten Szenen trägt Max noch Anzug und Krawatte, später Jacke, Hoodie und Cargohose, was die Figurenentwicklung ohne große Worte unterstützt.

Produktion und Hintergrund

Hinter „Palido” steht eine Reihe spezialisierter Independent-Produktionsfirmen. Verantwortlich zeichnen die Premiere Entertainment Group, Al Bravo Films, BondIt Media Capital und Revisilagi VFX Studio. Solche Firmen-Netzwerke sind typisch für das moderne Direct-to-Video-Segment: Sie bündeln Budgets, bekannte Gesichter und internationale Vertriebsstrukturen, um Actionware rentabel an den Heimkinomarkt zu bringen. Die Premiere Entertainment Group tritt dabei sowohl als Produktions- als auch als Vertriebspartner auf, was den Lebenszyklus des Titels innerhalb eines relativ kleinen Firmenverbunds hält.

Als Produzenten treten Elias Axume, Al Bravo, Moctesuma Esparza und HemDee Kiwanuka in Erscheinung. Moctesuma Esparza ist vor allem durch seine Arbeit an Historienfilmen wie „Gettysburg” oder „The Missing” bekannt, was den filmhistorischen Hintergrund des Produzententeams unterstreicht. Die Mischung aus erfahrenen Namen und auf Action spezialisierten Produktionsfirmen erklärt den routinierten Look von „Palido” trotz begrenzter Mittel. Gleichzeitig macht sie deutlich, warum der Film keine großen Festivalambitionen hat, sondern gezielt für den Heimkinomarkt produziert wurde, auf dem genreerprobte Namen wie Lutz und Fahey verlässlich ein Publikum anziehen.

Ton, Bild und technische Eckdaten

Für den Heimkinomarkt in Deutschland ist „Palido” bei Splendid Medien erschienen. Sowohl die DVD als auch die Blu-ray-Version bieten das Bildformat 16:9 mit einem anamorphen 2,35:1-Aspect-Ratio, was dem Kinoformat entspricht. Die Blu-ray enthält eine dts-HDMA-Tonspur in Englisch sowie eine deutsche Synchronisation. Die DVD wird mit Dolby Digital 5.1 in beiden Sprachen ausgeliefert. Das Bildformat 2,35:1 ist typisch für moderne Actionproduktionen, weil es breite Schauplätze ermöglicht, ohne dass oben und unten schwarze Balken den Fernseher verkleinern.

Technische Daten der Heimkino-Veröffentlichung

Format Bild Ton Sprachen
DVD (Verleih) 16:9, 2,35:1 DD 5.1 Englisch, Deutsch
Blu-ray (Verleih) 16:9, 2,35:1 dts-HDMA Englisch, Deutsch
Digital variiert je Anbieter je nach Plattform mindestens Deutsch, oft Englisch

Wer den Film im Originalton schauen möchte, sollte zur Blu-ray-Version greifen, da dort die englische Spur in dts-HDMA vorliegt. Die deutsche Synchronisation ist bei Actionfilmen dieses Segments üblich, wird aber von vielen Fans als tonal etwas flacher empfunden, weil die rauen Sprachpassagen des Originals in der Übersetzung oft glatter klingen. Untertitel sind je nach Veröffentlichungsphase unterschiedlich vorhanden, ein Rewind- oder Behind-the-Scenes-Material ist auf der Standardausgabe nicht angekündigt. Sammler, die Wert auf Bonusmaterial legen, müssen erfahrungsgemäß auf ausländische Editionen oder spätere Re-Releases ausweichen.

Wo kann man Palido aktuell schauen?

In Deutschland ist „Palido” primär als physischer Heimkinotitel bei Splendid erschienen. Der digitale Verleih und Verkauf läuft über die üblichen Plattformen, die mit Splendid zusammenarbeiten, darunter häufig Anbieter wie Amazon, iTunes, Sky Store und Google Play. Ob der Film dauerhaft in ein Streaming-Abo aufgenommen wird, hängt von der jeweiligen Lizenzpolitik ab und kann sich kurzfristig ändern. Für eine verbindliche Auskunft lohnt sich vor dem Kauf oder der Suche ein Blick in die Produktdetails der jeweiligen Plattform, weil Digitalrechte regional und zeitlich begrenzt vergeben werden.

Verfügbarkeiten in der Übersicht

Medium Verfügbarkeit Anmerkung
DVD im Handel, teils online Verleih und Verkauf über Splendid
Blu-ray im Handel, teils online höhere Tonqualität, Bildformat 2,35:1
Digitaler Verleih über gängige Stores zeitlich begrenzte Lizenz, typisch 48 Stunden
Digitaler Kauf über gängige Stores dauerhafte Lizenz auf dem Konto
Streaming-Abo je nach Plattform wechselt, keine dauerhafte Garantie

Für die genauen Konditionen lohnt sich vor dem Kauf ein Blick in die Produktdetails, da Digitalrechte regional und zeitlich begrenzt vergeben werden. Wer auf deutsche Tonspuren angewiesen ist, sollte vor allem bei älteren Accounts prüfen, ob die deutsche Synchronfassung in HD vorliegt oder nur die Standard-Definition-Version verfügbar ist. In einigen Fällen wird „Palido” auch in einfachen Standard-Definition-Dateien angeboten, die zwar günstiger sind, aber gerade in den dunklen Nachtszenen sichtbar an Schärfe verlieren.

Rezeption und Einordnung

Wer vor dem Kauf mehr über Ton, Bild und Verfügbarkeit erfahren möchte, findet auf der Seite des Verleihs eine kompakte Übersicht zu „Palido – Revenge Will Find You“, inklusive der technischen Daten der deutschen Heimkino-Auswertung und der vollständigen Besetzungsliste.

„Palido” ist kein Film, der auf Festival-Preise oder Kritikerlob abzielt. Der Streifen bedient ein klar definiertes Heimkino-Publikum, das auf lineare Action, klare Feindbilder und ein eindeutiges Rache-Narrativ setzt. Die Inszenierung bleibt ambitioniert genug, um handwerklich solide zu wirken, aber zu konventionell, um aus dem Genre auszubrechen. Wer Filme wie „Taken”, „John Wick” oder die Direct-to-Video-Werke von Scott Adkins schätzt, wird hier trotz niedrigerem Budget gut unterhalten. Wichtig ist die richtige Erwartungshaltung: Wer cineastische Tiefe sucht, wird enttäuscht, wer handgemachte Action ohne viel Beiwerk sucht, liegt richtig.

Kritisch gesehen fallen vor allem zwei Punkte ins Gewicht: die sehr schematische Figurenzeichnung und die fehlende Überraschung im Plot. Die Schurken bleiben über weite Strecken austauschbar, moralische Graustufen sucht man vergebens. Auf der anderen Seite funktioniert der Film genau dort, wo er es verspricht: in den handgemachten Kampfszenen, in den kurzen, schnellen Schnitten und in der kompromisslosen Haltung seines Protagonisten. Der Film ist in dieser Hinsicht ehrlich zu sich selbst, was für ein Low-Budget-Werk dieses Segments keine Selbstverständlichkeit ist.

Wer sollte Palido schauen?

  • Zuschauer, die Rache-Thriller im Stil von „Death Sentence” oder „The Punisher” mögen
  • Actionfans, die mit Direct-to-Video-Produktionen vertraut sind und deren Codes kennen
  • Zuschauer, die Kellan Lutz in physisch fordernden Rollen schätzen
  • Heimkino-Sammler, die Low-Budget-Action mit bekannten Gesichtern suchen

Wen der Film eher nicht anspricht

  • Zuschauer, die komplexe Charakterstudien erwarten
  • Zuschauer, denen Action ohne psychologische Tiefe zu oberflächlich ist
  • Personen unter 18 Jahren – der Film ist klar ab 18 freigegeben
  • Kinogänger, die Wert auf cineastische Bildsprache und ausgefeilte Dialoge legen

FSK, Freigabe und Familienfreundlichkeit

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft hat „Palido” mit FSK 18 eingestuft. Die Freigabe ergibt sich aus einer Kombination aus expliziter Gewalt, Schusswaffeneinsatz und einer Reihe von Folterszenen, die für ein erwachsenes Publikum konzipiert sind. Der Film enthält zudem kriminelle Handlungen, Drogenkonsum und vereinzelte erotische Anspielungen, die in der Summe die strenge Einstufung begründen. Damit fällt der Titel in eine ähnliche Kategorie wie andere kompromisslose Rache-Actioner aus dem Heimkinobereich, etwa Werke aus dem Umfeld von „Death Sentence” oder „The Tax Collector”.

Für Eltern, die einen Familienfilmabend planen, ist „Palido” keine Option. Auch für ältere Jugendliche, die zwar Actionszenen grundsätzlich vertragen, sollte der Streifen tabu sein, da die FSK-Freigabe eine klare Grenze setzt. Wer jüngere Zuschauer an das Genre heranführen möchte, ist mit Filmen wie „Kingsman” oder „Mission: Impossible” besser beraten, da dort Gewalt kontextualisiert und in eine narrativ stärker eingebettete Handlung eingebettet ist. In „Palido” ist Gewalt dagegen Mittel und Botschaft zugleich, ohne ironische Brechung.

Vergleich mit anderen Actionfilmen um verwandte Themen

Im Direct-to-Video-Segment tummeln sich zahlreiche Filme mit ähnlicher Mechanik. Drei Beispiele zeigen, wo „Palido” verortet werden kann:

„Due Justice” im Genre-Kontext

  • „The Vigilante” – ein vergleichbar kompromissloser Rache-Actioner, der ebenfalls mit kurzer Laufzeit und knallharten Fights arbeitet.
  • „One in the Chamber” – ein Film mit vergleichbarem Marine-Hintergrund des Helden, der zwischen osteuropäischer und amerikanischer Kriminalität pendelt.
  • „The Hard Corps” – Jean-Claude Van Damme in einer ähnlichen Rolle als Ex-Soldat, der gegen kriminelle Strukturen vorgeht.

Gemeinsam ist diesen Filmen ein ökonomischer Umgang mit Exposition, eine schnelle Etablierung des Konflikts und der Verzicht auf ausgedehnte Charakterzeichnungen. „Palido” reiht sich in diese Linie ein, ohne sie neu zu definieren. Wer eines der genannten Beispiele kennt und mag, wird mit dem deutschen Heimkinotitel kaum enttäuscht, sofern die Erwartung an den Plot nicht zu hoch ist. Wer hingegen die narrativen Feinheiten eines „John Wick” sucht, wird die vergleichsweise dünne Storyline des Films als Schwäche empfinden.

Tipps für den Heimkinoabend mit Palido

Wer „Palido” zu Hause schauen möchte, sollte ein paar einfache Voraussetzungen schaffen, um das Beste aus dem Film herauszuholen. Drei Hinweise haben sich in der Praxis bewährt:

  1. Ein abgedunkeltes Wohnzimmer mit guter Bildschirmdiagonale, da der Film viele Nachtszenen enthält.
  2. Eine Surround-Anlage mit sauberer Basswiedergabe, da der Score und die Schusswaffenszenen druckvoll abgemischt sind.
  3. Den Originalton über die Blu-ray-Spur in Betracht ziehen, weil die deutsche Synchronisation stellenweise etwas glatt wirkt.

Bei einem actionreichen Heimkinoabend mit „Palido” macht es Sinn, den Film nicht zwischen zwei anderen, sehr unterschiedlichen Streifen einzuschieben. Der Tonfall, das Tempo und die Atmosphäre des Films tragen besser, wenn man ihm einen eigenen Programmplatz einräumt. Wer eine thematisch passende Double Feature plant, kann den Streifen gut mit Filmen aus der gleichen Low-Budget-Action-Familie kombinieren, etwa mit „One in the Chamber” oder „The Hard Corps”, um den Abend stilistisch konsistent zu halten.

Trivia und Hintergründe, die Fans kennen sollten

Ein paar Details rund um die Produktion sind auch für Gelegenheitszuschauer interessant. So basiert der Originaltitel „Due Justice” auf dem englischen Begriff für „gerechte Strafe”, was die Programmatik des Films unterstreicht. Der deutsche Titel „Palido” ist eine eigenständige Wortschöpfung, die im internationalen Marketing keine direkte Entsprechung hat und für den Heimkinomarkt entwickelt wurde. Auf Cover und Rückseite der deutschen Edition taucht der Originaltitel nur klein in Klammern auf, was den Vermarktungsschwerpunkt eindeutig auf den eingedeutschten Namen legt.

Ein weiterer interessanter Punkt ist die Verzahnung von Produktion und Vertrieb. Die Premiere Entertainment Group agiert in den USA sowohl als Produktionsfirma als auch als Vertriebspartner für Direct-to-Video-Produktionen, was den gesamten Lebenszyklus von „Palido” innerhalb eines kleinen Firmennetzwerks hält. Für Sammler bedeutet das, dass internationale Heimkinoversionen oft nur minimale Unterschiede in Cover und FSK-Logos aufweisen, das Bild- und Tonmaterial aber identisch bleibt. Wer also eine US-Importversion kauft, bekommt denselben Transfer wie auf der deutschen Blu-ray, lediglich ohne die deutsche Tonspur und ohne hiesige FSK-Logos.

Was „Palido” mit anderen Filmen von Kellan Lutz verbindet

  • „Expendables 3″ – Lutz hatte eine Nebenrolle im Ensemble-Actioner
  • „The Osiris Child” – Science-Fiction-Action mit Lutz in einer Hauptrolle
  • „Speed Kills” – weiterer Auftritt im Actionsegment
  • „Twilight”-Saga – sein Sprungbrett in das Mainstream-Bewusstsein

Diese Mischung aus Mainstream-Franchise und Independent-Action zeigt, wie Lutz sein Image zwischen romantischer Vampir-Rolle und physisch fordernden B-Movies aufgespannt hat. In „Palido” ist davon vor allem der physische Part sichtbar, während die romantische Seite komplett ausgeblendet bleibt. Das macht den Film zu einem guten Einstieg für Zuschauer, die Lutz bisher nur aus „Twilight” kennen und prüfen wollen, wie er sich in einer gänzlich anderen Rolle schlägt.

Wofür sich „Palido” am Ende lohnt

Wer den Film mit den richtigen Erwartungen angeht, wird nicht enttäuscht. „Palido” ist ein kompakter, geradliniger Rache-Actioner, der seine 94 Minuten konsequent nutzt, um die Story vom Verlust bis zur Konfrontation zu erzählen. Wer Action mag, in der der Held deutlich mehr einstecken muss als in Hochglanz-Produktionen, und wer mit einer dünnen, aber konsequenten Storyline zufrieden ist, bekommt hier solide Heimkinounterhaltung. Die Blu-ray liefert dazu ein Bild, das für ein Werk dieser Budgetklasse ordentlich ausfällt, und einen Ton, der in den Actionszenen spürbar druckvoll bleibt.

Wer hingegen cineastische Ansprüche, tiefgehende Figurenpsychologie oder überraschende Wendungen sucht, sollte besser zu einem anderen Film greifen. „Palido” will das auch gar nicht sein. Der Streifen besetzt eine Nische, die es seit Jahrzehnten gibt, und macht das in seinem Rahmen ordentlich. Genau das ist sein Reiz: keine Experimente, keine Meta-Ebene, kein doppelter Boden, sondern 94 Minuten konsequente Rache-Action, die weiß, was sie sein will.

Часті запитання (FAQ)

Was ist der Originaltitel von Palido?

Der Originaltitel lautet „Due Justice”. Der deutsche Verleihtitel „Palido” wurde für den Heimkinomarkt entwickelt und trägt im internationalen Marketing kaum Bedeutung. In Datenbanken wie IMDb oder Letterboxd wird der Film primär unter „Due Justice” geführt.

Wo kann man Palido aktuell streamen?

„Palido” ist in Deutschland primär als DVD, Blu-ray und digitaler Verleih bzw. Kauf verfügbar. Ob der Film in ein Streaming-Abo aufgenommen wurde, ändert sich je nach Lizenzzeitraum. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft den Titel digital oder leiht ihn über einen der großen Stores aus.

Ab welchem Alter ist Palido freigegeben?

Die FSK hat den Film mit „ab 18 Jahren” eingestuft. Grundlage sind explizite Gewaltdarstellungen, Schusswaffeneinsatz und Folterszenen. Für Jugendliche unter 18 ist der Film nicht freigegeben, auch nicht in Begleitung Erwachsener.

Wer spielt die Hauptrolle in Palido?

Die Hauptrolle des Max übernimmt Kellan Lutz, bekannt aus der „Twilight”-Saga und einer Reihe von Direct-to-Video-Actionfilmen. Weitere bekannte Gesichter im Cast sind Jeff Fahey, Efren Ramirez und Chelsea Lopez.

Wie lang ist Palido?

Die Laufzeit beträgt 94 Minuten. Damit zählt der Streifen zu den kompakteren Actionfilmen im Direct-to-Video-Segment und ist auch für Zuschauer geeignet, die keine langen Expositionsphasen mögen.

Wer hat Regie geführt bei Palido?

Regie führt Javier Reyna, der zuvor überwiegend im Bereich Kurzfilm und Independent-Action tätig war. „Palido” ist einer seiner ersten Spielfilme mit internationaler Verleihstruktur.

Welches Genre bedient Palido?

Der Film wird dem Action-Thriller zugeordnet, genauer dem Subgenre des Rache-Actioners. Inhalte sind Schusswaffeneinsatz, Hand-zu-Hand-Kampf und ein kompromissloser Tonfall.

Gibt es eine Fortsetzung von Palido?

Bisher ist keine offizielle Fortsetzung angekündigt. Direct-to-Video-Produktionen dieses Segments setzen oft auf eigenständige Geschichten, sodass eine mögliche zweite Storyline um Max zwar denkbar, aber nicht bestätigt ist.

Ist die deutsche Synchronfassung empfehlenswert?

Die deutsche Synchronisation ist routiniert, aber etwas glatter als der Originalton. Wer den rauen Ton des Films voll mitnehmen möchte, schaut ihn auf Blu-ray mit der englischen dts-HDMA-Spur und optionalen Untertiteln.

Wann erschien Palido in Deutschland auf DVD und Blu-ray?

Der deutsche Heimkinostart war am 28. März 2024. An diesem Tag erschien der Film über Splendid Medien zeitgleich auf DVD, Blu-ray und digital.

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